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Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft 20. Februar 2026 Die eine Anlage befindet sich in einem Tal mit dem chinesischen Namen Zitong. Die Anlage wurde laut NYT in den vergangenen Jahren mit neuen Bunkeranlagen und Befestigungswällen ausgebaut. Darüber hinaus ist ein komplexes System von Röhren zu erkennen, das nach Meinung von Experten auf die Verarbeitung gefährlicher Materialien hinweist. Letztere könnten hochexplosive Substanzen sein, die zum Zünden des nuklearen Kerns einer Bombe notwendig sind. Die zweite Anlage ist in Pingtong. Satellitenaufnahmen zeigen, dass diese von einem Doppelzaun umgeben ist. Am Rand steht ein etwa 120 Meter hoher Entlüftungsstutzen, dazu sind Anlagen zur Luftfilterung und Wärmetauscher zu sehen. Hier vermuten Experten, dass in der Anlage Plutoniumkerne für Nuklearwaffen hergestellt werden. Über dem Eingang hängt ein grosses Banner mit einem Zitat von Präsident Xi Jinping, das sogar aus dem Weltraum entzifferbar ist und mit «Bleibt der ursprünglichen Idee treu und vergesst niemals unsere Mission» übersetzt wird. Die Aufnahmen von Google Earth zeigen einen mehrere Kilometer langen Komplex, der sich durch ein Tal inmitten der bergigen Landschaft zieht, mit mehreren gesicherten Eingängen. Neben einer Anlage zur Verarbeitung von Plutonium gibt es auch Hinweise auf mögliche unterirdische Bauten. Diese Anlage ähnele laut Experten in vielen Aspekten der in Los Alamos, wo die USA ihre ersten Nuklearwaffen entwickelten. NYT legte die Satellitenfotos Dr. Renny Barbiaz vor, der als Geodaten-Experte für Allsource Analysis arbeitet. Diese Organisation beliefert Regierungen, NGOs und Technologiefirmen mit Analysen zu Sicherheitsaspekten mittels Geodaten. Laut Dr. Barbiaz wurden die Anlagen schon seit Langem stetig ausgebaut, allerdings habe sich dieser Prozess seit 2019 rasant beschleunigt. Schon vor 60 Jahren wurden solche Anlagen im Osten Tibets als sogenannte «Dritte Front» betrieben. Hier liess Mao Zedong Nuklearwaffen herstellen in der Annahme, dass diese im bergigen Gelände vor Angriffen aus den USA oder der Sowjetunion sicher waren. Mehrere zehntausend Personen arbeiteten dort, was auch als das «geheime nukleare Reich» bezeichnet wurde. Nach der relativen politischen Entspannung in den 1980er Jahren wurden etliche Anlagen zeitweise nicht mehr betrieben und das Personal in die nahegelegene Stadt Mianyang abgezogen. Hier soll sich jetzt ein Forschungslabor befinden, das das Zünden nuklearer Sprengkörper simulieren kann. China besass Ende 2024 etwa 600 nukleare Sprengköpfe; die Zahl soll bis 2030 auf 1'000 erhöht werden. New York Times, 15. Februar 2026 Radio Free Asia nimmt wieder den Betrieb auf, nachdem chinesische Staatssender die Lücke füllten Die chinesische Regierung hatte die Einstellung der Förderung begrüsst, denn «…Radio Free Asia hat seit Langem Unwahrheiten verbreitet und China diffamiert…», so ein Sprecher des Aussenministeriums. Auch Kommentare in sozialen Medien hatten seinerzeit den Beschluss bejubelt [vergl. Tibet-Information vom 2. April 2025; UM]. Wenige Tage vor dem jetzigen Budgetbeschluss hatte die Organisation Reporter ohne Grenzen warnend auf die Intensivierung der chinesischen Propaganda in Tibet hingewiesen. Chinesische Staatssender seien in die Lücke gesprungen, die durch die Einstellung des Sendebetriebs von Radio Free Asia entstanden war. In weniger als einem Jahr war die Zahl der chinesischen Kurzwellen-Programme in tibetischer Sprache von einem auf 17 angestiegen. In der Präfektur Ngari im Westen Tibets wurde privater Empfang über Satelliten unterbunden. In der Präfektur Tsochen installierten die Behörden in 17 Dörfern insgesamt 3'500 neue Empfangsgeräte für Satelliten, die nur chinesische Programme empfangen. Diese Empfangsgeräte sollten laut Plan per Ende 2025 in allen 74 administrativen Bezirken der sogenannten Autonomen Region Tibet installiert sein. Der Leiter der China Media Group, Shen Haixiong, sagte im Mai letzten Jahres anlässlich des 75. Jahrestages der Gründung des staatlichen Radio Tibet, «Die Gedanken des Führers [Xi Jinping] sollen wie ein Honigregen die Herzen der Menschen verschiedener Ethnien durchdringen.» The Guardian, 18. Februar 2026
28. Januar 2026 In Tibet bezieht sich die Besorgnis auf den seit 2018 begonnenen Plan der zwangsweisen Umschulungen von sogenannten «überflüssigen» Arbeitskräften im landwirtschaftlichen Sektor. Betroffene, die von Regierungskadern in ihrer Region nach vorgegebenen Quoten identifiziert werden, müssen sich unter Androhung von Strafe in militärisch organisierten Camps für niedrig entlohnte Berufe umschulen lassen. Danach werden sie gewöhnlich in schlecht bezahlte Sektoren wie Gastronomie oder Fahrdienste in beliebige Regionen der Volksrepublik China delegiert [vergl. Tibet-Information vom 23. September 2020; UM]. Die Zahl der Betroffenen wird im Jahr 2024 allein auf 650'000 geschätzt. Weitere Elemente sind das Sesshaftmachung von Nomaden und die zwangsweise Umsiedlung von ganzen Dörfern [vergl. Tibet-Information vom 31. Januar 2014 und 24. Mai 2024; UM]. Dieses Programm zeigt laut UNHCR ebenfalls deutliche Zeichen von Zwang, wie wiederholten Besuchen von Kadern, um die Betroffenen zu «überzeugen», oder Androhung von Strafe oder Verlust staatlicher Unterstützungsleistungen. Hier schätzt UNHCR die Zahl der betroffenen Nomaden, die zwischen den Jahren 2000 und 2025 umgesiedelt wurden oder deren Häuser Umbauten zu permanenten Wohnsitzen erforderten, auf 3.36 Millionen. Von der zwangsweisen Umsiedlung ganzer Dörfer oder Behausungen, oft in mehrere hundert Kilometer entfernte Orte, waren nach offiziellen Statistiken im Jahr 2024 insgesamt 930'000 Personen betroffen. Zusammenfassend stellt UNHCR fest, diese Massnahmen seien «Teil einer Regierungspolitik, die unter dem Deckmantel der Armutsbekämpfung darauf abzielt, die kulturelle Identität … gewaltsam umzugestalten». UNHCR weist auf die Langzeit-Probleme hin, wenn nomadisch oder sich grösstenteils selbstversorgende Populationen gezwungen werden, zu reiner Lohnarbeit zu wechseln. Dieses führt nicht nur zu sozio-kultureller Entwurzelung, sondern auch zur Verschleierung von Zwangsarbeit in globalen Lieferketten. UNHCR, 22. Januar 2026 IBM warnt vor Cyber-Attacken auf die tibetische Diaspora Frühere Attacken zielten auf die Regierung, das Militär und das diplomatische Personal der Philippinen, der Vereinigten Staaten und Pakistans. Auffällig ist, dass im Jahr 2025 viele Angriffe auf die tibetische Exilgemeinschaft abzielten. Für die Angriffe wurden infizierte Dateien verwendet, die mit aktuellen Themen zu Tibet als „Lockvögel“ versehen waren. Diese bezogen sich auf Ereignisse zu Tibet, die 2025 in der Öffentlichkeit prominent diskutiert wurden: die 9. Weltparlamentarierkonferenz zu Tibet (WPCT), die vom 06.02. bis 06.04. in Tokio stattfand; der 90. Geburtstag des Dalai Lama; sein neuestes Buch „Voice for the Voiceless“; die Diskussion über die Zwangsinternate in Tibet und über den exzessiven Abbau von Bodenschätzen. Oft waren die infizierten Dateien unterlegt mit authentischen Fotos, die noch mehr zum unvorsichtigen Öffnen verleiteten. Viele Dateien mit Bezug auf Themen über Tibet wurden aus Indien abgesendet, was nicht unbedingt auf den Ort der Programmierung hinweist, sondern darauf, dass sich dort infizierte Geräte befinden. IBM, 25. Dezember 2025
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